„Lebensmittel sind zu kostbar, um sie wegzuschmeißen“ – Verantwortungsvoller Umgang mit Nahrung: Hövels Hausbrauerei geht neuen Weg

Lebensmittel sind kostbar. Das war den Verantwortlichen der Hövels Hausbrauerei schon immer bewusst. Um künftig noch sensibler mit dem wertvollen Gut umzugehen, beteiligt sich die Gastronomie nun an einem Projekt des Vereins „United Against Waste“. Es ist damit das erste Unternehmen in Dortmund, das gemeinsam mit dem Verein einen neuen Weg einschlägt.

Das Ziel in der Hövels Hausbrauerei ist, noch weniger Lebensmittelabfälle als bisher zu verursachen. Mit Unterstützung von „United Against Waste“ wird dieses Vorhaben nun in die Tat umgesetzt. „Die Lebensmittel, die wir verwenden, werden sorgfältig produziert und bei uns mit viel Know-how und Liebe zubereitet. Deshalb sollen sie am Ende im Magen landen und nicht in der Abfalltonne“, sagt Hövels-Chef Hartmut Eicher.

Lebensmittelabfälle können an vielen Stellen des täglichen Arbeitsablaufs in einem Gastronomiebetrieb entstehen. Wenn zu viele Lebensmittel eingekauft werden, zu große Mengen gelagert werden und verderben, in der Küche mehr vorbereitet als verbraucht wird und die Portionen auf dem Teller zu groß sind, dann kommen die „Reste“ in den Müll. „Das soll und muss nicht sein!“, betont Eicher. Der erste Schritt ist daher, zunächst zu kontrollieren, wo die Lebensmittelabfälle anfallen. Im Lager? In der Küche? Beim Tellerrücklauf?

Um den Ist-Zustand zu checken, hat „United Against Waste“ der Hövels Hausbrauerei ein ebenso einfaches wie effektives Abfall-Analyse-Tool empfohlen: Es werden in jedem Bereich separate transparente Sammelbehälter für den Lebensmittelabfall aufgestellt. Am Ende jeden Tages wiegt und dokumentiert ein Mitarbeiter der Hövels Hausbrauerei die jeweiligen Abfallmengen – und das über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen. „Dieser Beobachtungszeitraum ist notwendig, um eine realistische Bewertung zu erhalten“, so Eicher.

Wenn klar ist, wo in der Hövels Haubrauerei die meisten Lebensmittelabfälle entstehen, dann kann man exakt an dieser Stelle gegensteuern – ganz nach der Devise: „Weniger ist manchmal mehr“. Denn wer weniger Lebensmittel wegschmeißt, schont Ressourcen – die eigenen ebenso wie die globalen zur Lebensmittelproduktion. „Es ist eine ethische und wirtschaftliche Verantwortung, der wir uns mit der Teilnahme an dem Projekt stellen“, unterstreicht Hartmut Eicher.

Hintergrund:

„United Against Waste“ ist ein Verein gegen Lebensmittelverschwendung. Er hat umfassende Messungen in Betrieben der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) durchgeführt. Über 60 Mitglieder,

namhafte Unternehmen der Food-Branche, nutzten 2015 das vom Verein entwickelte Abfall-Analyse-Tool, um einen detaillierten Einblick in das Abfallaufkommen in Ihren Großküchen zu bekommen.

Dabei zeigte sich, dass besonders in Betriebskantinen überproduziert wird (25 – 40%).

Zudem landet aufgrund des Tellerrücklaufes der Gäste ein beträchtlicher Teil der Speisen im Abfall (15 – 30%). Die Messungen in Krankenhäusern zeichnen ein ähnliches Bild: Das Gros der Lebensmittelabfälle entsteht durch Überproduktion (25 – 55%) und Rückläufe aus den Stationen (30 – 40%). Diese dürfen aus hygienerechtlichen Gründen keinesfalls mehr verwendet werden. Die Abfallmenge, die bei der Produktion der Speisen entsteht, beträgt 15 bis 25 Prozent. Es entstehen jedoch kaum Lebensmittelabfälle im Lager durch Mindesthaltbarkeitsverluste (0 – 5%).

Fakt ist: Die wirtschaftliche Komponente, die durch die drastische Senkung von Lebensmittelabfällen entsteht, ist endlich auch mit Zahlen belegbar – eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung einer umfassenden Strategie mit Zielen, Maßnahmen und Aktivitäten.

Verlässliche Ergebnisse für Deutschland, die Lebensmittelverschwendung in der AHV betreffend, waren bislang nämlich nicht vorhanden.

Quelle zum Hintergrund: Presseinformation aus 2016 von „United Against Waste“

Quelle: PR:Event:Wilberg

Foto: “United-Against-Waste”

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